Russlands Veteranen

Auf rund 2,5 Millionen wird die Zahl der noch lebenden Weltkriegsveteranen geschätzt. Eigentlich dürfte es ihnen in Russland nicht schlecht gehen. Die Gesetze sehen viele Vergünstigungen für sie vor. So steht Teilnehmern des Zweiten Weltkrieges etwa eine bevorzugte Aufnahme in Altersheimen zu. Ein Gesetz von 1995 regelt zudem Zuschüsse zu Mieten, verbilligte Fahrkarten sowie Gratis-Prothesen. Vor allem aber versprach der damalige Präsident Dmitri Medwedjew bedürftigen Veteranen 2008 per Erlass neue Wohnungen.

Als „Schande“ bezeichnet es die liberale Oppositionspartei Jabloko, dass dieses Versprechen nicht längst umgesetzt wurde. Beobachter meinen, zwar gebe es „Vorzeigeveteranen“, denen es an nichts fehle, doch zeige sich eine Zweiklassengesellschaft. Tausende alter Menschen warten auch sieben Jahre später noch immer auf ein neues Zuhause.

dpa/sara